Fünf Abende in Gemeinschaft, Bewegung und Begegnung
Trauer braucht Gemeinschaft. Manchmal findet sie zunächst ganz still und zurückgezogen statt – im eigenen Zuhause, im „stillen Kämmerlein“, oft ohne dass andere wirklich wissen, wie es einem geht. In diesen fünf Abenden möchten wir ein Stück Bewegung in diese Trauer bringen: heraus aus dem Alleinsein, hinein in Begegnung, Austausch und gemeinsames Erleben.
Dabei geht es nicht darum, die eigene Trauergeschichte in ihrer ganzen Tiefe aufzuarbeiten. Vielmehr darf die Trauer sichtbar werden und einen Raum bekommen, in dem sie sich zeigen und bewegen darf. Im Kontakt mit anderen Trauernden kann die Erfahrung entstehen: Ich bin nicht allein mit dem, was mich bewegt.
„Trauer bewegt“ kann damit auch ein erster Schritt sein, sich der eigenen Trauer wieder zuzuwenden und sich mit ihr ein Stück weit der Welt zu öffnen.
Für wen geeignet
Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben und spüren, dass sie ihre Trauer nicht länger allein mit sich ausmachen möchten. Besonders geeignet ist die Gruppe für Menschen, deren Verlust noch nicht lange zurückliegt oder die bisher kaum Gelegenheit hatten, ihre Trauer mit anderen zu teilen und Verständnis zu erfahren.
Was Sie erwartet
Über fünf gemeinsame Abende entsteht ein geschützter Raum, in dem Begegnung, Gemeinschaft und Bewegung möglich werden. Wir lernen uns kennen, teilen Erfahrungen und geben dem Raum, was uns innerlich bewegt. Dabei dürfen Gefühle wahrgenommen, ausgedrückt und miteinander geteilt werden.
Ein wichtiger Teil des Seminars ist die tragende Gemeinschaft. Im Austausch mit anderen Trauernden kann die Erfahrung entstehen, verstanden zu werden und mit der eigenen Trauer nicht allein zu sein.
Auch der Körper wird einbezogen. Durch achtsame Körper- und Bewegungsübungen können wir wieder bewusster mit uns selbst in Kontakt kommen und wahrnehmen, was sich festgesetzt hat und wieder in Bewegung kommen möchte.
Kreative Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen einen weiteren Zugang zur eigenen Trauer. Malen, Gestalten, Bewegung und verschiedene Übungen laden dazu ein, Gefühle auszudrücken, für die manchmal die Worte fehlen.
So verbinden sich Begegnung, Gefühlsarbeit, Körper und Kreativität zu einem gemeinsamen Weg. Die Trauer darf sich bewegen – und mit ihr darf auch wieder mehr Lebendigkeit in den eigenen Lebensweg kommen.
Ziele des Seminars
Aus der Trauerstarre in Bewegung kommen – Gefühle wahrnehmen, ihnen Raum geben und erste Schritte auf dem eigenen Trauerweg ermöglichen
Gemeinschaft erfahren – sich mit anderen Trauernden austauschen, Verständnis und Verbundenheit erleben und spüren: Ich bin nicht allein.
Der eigenen Trauer Ausdruck geben – sich öffnen, sichtbar werden und erste neue Bewegungen im Umgang mit der eigenen Trauer entdecken